Grußwort
Bild Sebastian Remelé

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
verehrte Damen und Herren,

  Bild Jutta Cize



Sehr geehrte Damen und Herren, Teilnehmerinnen und Teilnehmer (künftige und erprobte), geschätzte Kursleiterinnen und Kursleiter,


liest man die kürzlich erschienene Veröffentlichung zu „Schulen der Demokratie – deutsche und amerikanische Initiativen zum Wiederaufbau von Volkshochschulen in Bayern nach 1945“ von Professor Elisabeth Meilhammer (Uni Augsburg), dann versteht man, wieso Volkshochschule als „demokratisches Langzeitprojekt“ verstanden wird: Menschen in ihrer Handlungs- und Urteilskompetenz zu stärken und ihnen aktive gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen, genau darauf zielt allgemeine Weiterbildung in Volkshochschulen nämlich ab.

„Neben berufsspezifischen Fachkenntnissen brauchen wir alle ein Verständnis digitaler Technologien, Aufklärung in Fragen der Nachhaltigkeit, demokratische und interkulturelle Dialogfähigkeit. Während aller Lebensphasen müssen Menschen immer neue und komplexere Anforderungen bewältigen. Die dafür erforderlichen Kompetenzen vermitteln allgemeine und berufliche Bildung gleichermaßen und in nicht zu trennender Weise“ erläutert Julia von Westerholt (Verbandsdirektorin des DVV). Umso weniger nachvollziehbar ist es, dass derzeit politisch diskutiert wird, ob vhs-Angebote der Umsatzsteuer künftig unterliegen sollen.
Der Leipziger Oberbürgermeister und derzeitige Vizepräsident des Deutschen Städtetages Burkhard Jung sagte im Rahmen seiner Ansprache zum diesjährigen Volkshochschultag in der Kongresshalle Leipzig, dass selbstverständlich die Angebote der Volkshochschulen umsatzsteuerbefreit bleiben sollen. Auch DVV-Präsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer hat sich vehement für dieses Anliegen ausgesprochen. Als Kulturreferent der Stadt Schweinfurt hoffe auch ich, dass eine Umsatzsteuer auf vhs-Kurse und eine dadurch zu veranlassende Gebührenanhebung, ausbleiben werden.
Volkshochschulen implizieren bewährte Daseinsvorsorge im Rahmen kommunaler Weiterbildung.

Der aktuelle Werbeslogan der Volkshochschulen lautet: vhs für dich, vhs für mich, vhs für alle!
Unsere Volkshochschule hat wieder viele neue Angebote in einem ansprechenden Programmheft für die Monate Oktober bis Februar zusammengetragen, da ist immer etwas Passendes dabei: für Sie, für mich, für uns alle.
Die für mein Empfinden sehr gelungene Programmheft-Titelseite zeigt eine Nachtspiegelung vom Schrotturm im Glas des Museums Georg Schäfer. Im Rahmen eines vhs-Workshops (K.A.F.F.) wurde das Fotomotiv von Wolfgang Schuster fachmännisch in Szene gesetzt.




Ich wünsche uns allen einen entspannten und kurzweiligen Herbst.







 

 


als ich im April 1986 bei der Volkshochschule Schweinfurt zu arbeiten begann, passierte in der Ukraine, in Tschernobyl der Super-GAU, der größtmögliche anzunehmende Unfall, der unsere schlimmsten Befürchtungen übertraf, unsere Sichtweise auf das Leben schärfte und uns vor Augen führte, wie schnell die Welt eine andere sein kann. Es entstanden Paten- und Partnerschaften: Kinder kamen zur Erholung in den Ferien nach Deutschland; Pakete mit Lebensmitteln und Kleidung wurden über Jahre an betroffene Familien verschickt. In der vhs boten wir Vorträge über die Auswirkung von Radioaktivität auf Natur und Mensch an, über die Gefährlichkeit von Atomkraft. Seminare zu ökologischem Denken und Handeln waren gefragt, das Projekt eines naturnahen vhs-Gartens wurde verwirklicht.
Heute -36 Jahre später und nach dem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg auf die Ukraine- hat sich wieder etwas Grundlegendes verändert: unsere Sichtweise auf Frieden und Demokratie, auf Ressourcenknappheit und Ressourcenverteilung, auf Gerechtigkeit und Willkür. Unsere Welt ordnet sich neu.
Neben vielen Deutsch-Integrationskursen für in Schweinfurt gestrandete ukrainische Flüchtlinge, gibt es zahlreiche Volkshochschul- Bildungsangebote zur nachhaltigen, ressourcenschonenden Entwicklung, zu Demokratie, Grundrechten, Bundeswehr und Landesverteidigung, zu Fake News und der Sicherheit im Netz. Kurse zur Resilienz haben Hochkonjunktur: gefördert werden hier z.B. positive Selbstwahrnehmung, Selbststeuerungsfähigkeit, Vertrauen in die eigene Selbstwirksamkeit, angebrachter Umgang mit Stress.
Übrigens hat die Uni Mainz ein empfehlenswertes, kostenloses Onlineprogramm für alle diejenigen entwickelt, die sich aktiv mit Resilienz befassen möchten www.resilienz.aufkursbleiben.uni-mainz.de

Parallel hat die immer noch aktuelle Pandemie, die fast schon in den Hintergrund geraten ist, unsere seelische Widerstandskraft auf die Probe gestellt, uns aber auch erkennen lassen, dass eine Krise als Chance genutzt werden kann und neue Entwicklungen ermöglicht.
Hätten wir vor zwei Jahren gedacht, dass wir lernen mit den Herausforderungen von Covid zu leben?
Dass Corona eine Nebensache werden könnte? Dass wir lernen, uns damit zu arrangieren?

Das kommende Semester lassen wir wieder unter den bewährten Hygienemaßnahmen laufen: Abstand halten, Lüften, wo erforderlich Maske tragen. Bitte erkundigen Sie sich immer aktuell auf unserer Homepage über die gesetzlichen Vorgaben. Und wenn noch nicht geschehen, so geben Sie uns bitte Ihre Email-Adresse an, damit wir Sie kurzfristig und portofrei erreichen können.




In diesem Sinne grüßt das vhs-Team und seine Leiterin
 

Ihr
Sebastian R e m e l é
Oberbürgermeister der Stadt Schweinfurt
  Ihre
Jutta   C i z e
Volkshochschule Schweinfurt  

Volkshochschule der Stadt Schweinfurt

Schultesstraße 19b | 97421 Schweinfurt
09721 - 515444
09721 - 515445
vhs@schweinfurt.de
Öffentliche Parkmöglichkeiten in Nähe der Schultesstraße

Öffnungszeiten

Montag bis Freitag von 08:30 bis 12:00 Uhr
und Donnerstag von 15:00 bis 17:00 Uhr