|
mit diesem Programm stellt die Volkshochschule erneut ihr vielfältiges und gesellschaftlich relevantes Bildungsangebot vor. Als offener Ort des Lernens, des Austauschs und der Begegnung ist sie aus der kommunalen Bildungs- und Kulturlandschaft nicht wegzudenken. Im Jahr 2026 feiert die Volkshochschule der Stadt Schweinfurt ihr 80-jähriges Bestehen. Zu diesem besonderen Jubiläum gratuliere ich sehr herzlich und danke für acht Jahrzehnte engagierter Bildungsarbeit in unserer Stadt.
Auch im kommenden Semester greift die vhs zentrale historische, kulturelle und gesellschaftliche Themen auf, wie etwa die Veranstaltung zum 500. Geburtstag von Olympia Morata. Unter dem Titel „Olympia Morata: Mut, Bildung und Glaube im Zeitalter des Umbruchs“ wird eine herausragende Humanistin und Gelehrte vorgestellt, deren Lebensweg von religiösen und gesellschaftlichen Konflikten geprägt war. Ihr Wirken zwischen Italien und Deutschland regt bis heute dazu an, über Mut, Bildung und persönliche Haltung in Zeiten des Wandels nachzudenken. Die Würdigung Olympia Moratas durch ein Gymnasium und ein Denkmal in Schweinfurt unterstreicht ihre besondere Bedeutung für die Geschichte unserer Stadt.
Mit großer Vorfreude blicke ich auch auf die neue Ausstellung in der vhs „Die Partei hat immer recht. Die SED im Alltag der DDR“ der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Die von dem Historiker Dr. Stefan Wolle erarbeitete Schau zeigt anschaulich, wie stark die SED das Leben der Menschen in der DDR prägte und kontrollierte. Sie leistet damit einen wichtigen Beitrag zur politischen Bildung und zur Auseinandersetzung mit unserer jüngeren deutschen Geschichte.
Dieses Grußwort ist nun mein letztes als Oberbürgermeister und zugleich als Kulturreferent unserer Stadt. Umso mehr ist es mir ein Anliegen, an dieser Stelle Danke zu sagen: Frau Elke Moulin, der Leiterin der Volkshochschule, gilt mein ausdrücklicher Dank für ihre engagierte und vorausschauende Leitung. Ebenso danke ich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der vhs in der Verwaltung und in der Programmplanung, die mit großem Engagement, Fachkenntnis und Herzblut jedes Semester ein Programm auf die Beine stellen, das weit über ein reines Kursangebot hinausgeht. Ihr Einsatz macht die vhs zu dem lebendigen Lern- und Kulturort, den wir alle schätzen.
Ich wünsche der Volkshochschule auch weiterhin viel Erfolg und Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, anregende Entdeckungen, neue Perspektiven und bereichernde Erfahrungen im kommenden Semester.
|
|
seit nunmehr 80 Jahren steht unsere Volkshochschule für lebenslanges Lernen, Offenheit und bürgerschaftliches Engagement. Wenn wir in das Frühjahrs- und Sommersemester 2026 starten, tun wir dies mit großer Dankbarkeit für diese lange Tradition – und mit Freude auf das, was vor uns liegt.
Im Sommer dieses Jahres dürfen wir ein besonderes Jubiläum feiern: Am 16. Juli 1946, nur wenige Monate nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, wurde unsere vhs gegründet. Sie war die erste Volkshochschule, die in Unterfranken neu eingerichtet wurde. Engagierte Bürgerinnen und Bürger schlossen sich damals zusammen, getragen von dem Wunsch, Bildung, Austausch und demokratisches Miteinander wieder möglich zu machen. Ein 16-köpfiges Kuratorium mit Persönlichkeiten aus Politik, Schulwesen, Industrie und Kirche legte den Grundstein für diese Arbeit. Dieser Geist des gemeinschaftlichen Handelns prägt unsere Volkshochschule bis heute.
Gleichzeitig erleben wir alle, wie sehr das Jahr 2025 von Unsicherheiten geprägt war mit einer vertrackten internationalen Lage, verhärteten politischen Fronten und gesellschaftlichen Spannungen. Bildung kann in solchen Zeiten Halt geben. Sie stärkt die Fähigkeit, Zusammenhänge zu verstehen, unterschiedliche Perspektiven auszuhalten und selbstbewusst zu handeln. Deshalb sind Volkshochschulen gerade jetzt so wichtig.
Unser neues Programm zeigt eindrucksvoll, wie vielfältig und lebendig Lernen an der vhs ist. Politische Vorträge gehören ebenso dazu wie kreative Kurse zum Herstellen von Parfüm, Pflegeprodukten oder Cocktailkerzen. Ein KI-Kurs für Einsteiger eröffnet neue Zugänge zur digitalen Welt, Angebote zur Internetsicherheit geben praktische Orientierung, und sogar das Fliegenlernen findet seinen Platz. Reisen Sie mit uns nach China oder Finnland, legen Sie einen Tag der Achtsamkeit ein oder lernen Sie vegan zu kochen.
Ein Blick ins Stichwortverzeichnis lässt staunen – und macht Lust, Neues auszuprobieren.
Nach 17 Jahren im vhs-Sekretariat verabschieden wir Jochen Reuß in den mehr als wohlverdienten Ruhestand. Für seine große Verlässlichkeit und sein Engagement danke ich ihm sehr herzlich. Auch Johanna Wagner, pädagogische Mitarbeiterin, verlässt die vhs. Ihr gilt ebenfalls mein Dank für die wertvolle Arbeit und die Impulse, die sie eingebracht hat.
Ich danke allen Kursleiterinnen und Kursleitern für ihren Einsatz und Ihnen, liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer, für Ihr Interesse an Bildung. Besonders bedanken möchte ich mich auch bei Herrn Oberbürgermeister Remelé, auf dessen Unterstützung die Volkshochschule stets zählen konnte und der unsere Arbeit über viele Jahre hinweg verlässlich begleitet und gefördert hat.
Bleiben Sie neugierig, bleiben Sie offen und vor allem: Bleiben Sie uns verbunden.
Es grüßt herzlich
|