Grußwort
Sebastian Remelé

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
verehrte Damen und Herren,

  Jutta Cize



Sehr geehrte Damen und Herren, Teilnehmerinnen und Teilnehmer der vhs (künftige und erprobte), geschätzte Kursleiterinnen und Kursleiter,


Bildung ist die Grundlage eines guten Lebens. Sie ist Voraussetzung für den Zugang zum Arbeitsmarkt und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Für Zugewanderte hat sie außerdem eine Schlüsselfunktion für die Integration in unsere Gesellschaft. Da den Kommunen diesbezüglich eine wichtige Rolle zukommt, fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung die Stelle eines Bildungskoordinators. Die Stadt Schweinfurt hat die Stelle des Bildungskoordinators/der Bildungskoordinatorin zum 1. Januar 2017 geschaffen. Sie soll, entsprechend der Förderdauer, zunächst auf zwei Jahre befristet sein. Ziel ist, die Vernetzung der in Schweinfurt vorhandenen Bildungsangebote zu optimieren und die lokalen Kräfte zu bündeln, um ein ressortübergreifendes abgestimmtes Handeln zu erreichen.
Unter den Begriff Bildung fallen dabei zum Beispiel Sprach- und Orientierungskurse, schulische Bildung, ausübungsfördernde und berufsbegleitende Maßnahmen. Neuzugewanderte soll so ein verbesserter Zugang zu verschiedenen Bildungs- und Freizeitangeboten ermöglicht werden.
Der künftige Bildungskoordinator wird als Ansprechpartner innerhalb der Kommunalverwaltung sowie für die zivilgesellschaftlichen, nichtstaatlichen, ehrenamtlichen Initiativen außerhalb der Kommunalverwaltung sein und als Schnittstelle für eine bessere Kommunikation dienen.

Damit wird auch unsere Volkshochschule Entlastung und Unterstützung finden. Neben dem bewährten Angebot in den sechs Programmbereichen, das qualitativ hochwertig, preiswert und aktuell ist, werden täglich 20 Integrationslehrgänge gemanagt. Zusätzliche Vorkurse, die eine Einführung in unser lateinisches Alphabet geben und somit den Einstieg in die Integrationslehrgänge erleichtern, werden durch die Oskar-Soldmann-Stiftung und den vhs Förderverein finanziell getragen, was großzügig und sehr weitsichtig ist, ganz zu schweigen von der ideellen Unterstützung für unsere vhs, die intensiv zusammenarbeitet mit den Jobcentern Stadt und Landkreis, den Ausländerbehörden und „Gern daheim in Schweinfurt“.
Die Kursleiter/innen der vhs haben Vorbildfunktion. Sie leben unsere demokratischen Werte und vermitteln sie in den Kursen: Meinungsfreiheit, Gleichberechtigung, Respekt, Verantwortung. Im Mittelpunkt steht die Würde des Menschen: die gegenseitige Anerkennung und Achtung. Oft werden Werte erst in der Auseinandersetzung mit Alltagsproblemen, in alltäglichen Situationen verstanden und gelernt. Mein Dank geht an alle Dozentinnen und Dozenten der Volkshochschule, die in jedem einzelnen vhs-Kurs, vor allem aber in den mehrstündigen täglichen Integrationslehrgängen unsere Demokratie unterstützen und fördern.

 

 


„Ein Egoist ist ein Mensch, der nicht an mich denkt“ In einer sich derzeit politisch, technisch und gesellschaftlich sehr schnell verändernden Welt ist das Zitat von Eugène Marin Labiche aktuell wie nie. Als bedeutender französischer Lustspieldichter im 19. Jahrhundert brachte er ironisch auf den Punkt, was unsere heutige Gesellschaft bewegt und verunsichert.
Heute haben wir das Problem, dass durch diverse Medien der direkte Austausch von Menschen (von Angesicht zu Angesicht) nicht mehr erforderlich ist, dass richtige Kommunikation nicht mehr stattfindet, sondern hierfür Kürzel, Bilder oder Kurzbotschaften stehen.
Platon setzte das Denken mit dem Sprechen gleich. Für Wilhelm von Humboldt war die Sprache das bildende Organ des Gedankens. Egal wie: wenn ich Gedanken nicht mehr ausformuliere, kann ich mich anderen nicht mitteilen, auch das „Weiterspinnen“ meines Gedankens wird dann unmöglich. Spreche ich ohne zu denken, so fällt dies auch mindestens unangenehm auf.

Volkshochschulen sind Orte, an denen Denken, Kommunikation und Diskussion gelehrt, gelernt und gelebt wird. Durch Wissensvermittlung werden Urteilsbildung und Handlungsorientierung gefördert. Jeder Kurs ist ein kleines demokratisches Denk-Gefüge, wo Volkshochschule, Kursleiter/innen und Kursteilnehmer/innen sich abstimmen, miteinander ein Stück Lebensweg gemeinsam gehen, sich thematisch auseinandersetzen, miteinander kommunizieren und zusammen etwas Neues planen. Im Mittelpunkt stehen die Wertschätzung der Gruppe, die Partizipation und gestaltende Aktivität.

Und so freue ich mich, dass wir in diesem Heft auch wieder einige redaktionelle Beiträge aus den Kursen erhalten haben: in einem Französisch Kurs wurde gefeiert, eine langjährige Dozentin verabschiedet sich im Fotografie Bereich, in Üchtelhausen steht das 25-jährige Jubiläum einer Keramikdozentin an und zur Unterstützung gibt es eine große Ausstellung in Kooperation mit einem ihrer Lehrmeister und jetzigem Kollegen, einem bekannten Bildhauer unserer Region.

Wie immer Dank an dieser Stelle: unserem vhs-Beirat, unserem vhs Förderverein, den Inserenten dieses Programmheftes und der Oskar-Soldmann-Stiftung für die ideelle Unterstützung und finanzielle Hilfestellungen.

In diesem Sinne grüßt das Team der vhs und seine Leiterin
 

Ihr



Sebastian R e m e l
é
Oberbürgermeister der Stadt Schweinfurt
  Ihre

Jutta   C i z e
Leiterin der Volkshochschule  

Volkshochschule Schweinfurt

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