Grußwort
Sebastian Remelé

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
verehrte Damen und Herren,

  Jutta Cize



Sehr geehrte Damen und Herren, Teilnehmerinnen und Teilnehmer (künftige und erprobte), geschätzte Kursleiterinnen und Kursleiter,


wie feiert man seinen 75. Geburtstag zu Zeiten einer Pandemie? Unsere Volkshochschule hat da wohl einen wunderbaren Mittelweg gefunden. Zum einen hat sie sich am Kultursommer mit einer kleinen exquisiten Sommer-vhs beteiligt, die ein voller Erfolg und von der Bevölkerung sehr gut angenommen wurde. Es handelte sich hierbei um besondere Angebote – viele in freier Natur -, die in Kooperation mit den Kursleitungen entwickelt wurden. Die Freude über das gemeinschaftliche Erleben und Lernen ließ vergessen, dass das Frühjahrsemester fast ausschließlich in virtuellen Klassenzimmern stattfinden musste.

Zum anderen veröffentlichte die Volkshochschule eine Festschrift über ihre Anfänge in den vierziger Jahren des letzten Jahrhunderts bis heute. Diese wurde verschickt an Kursleitungen und Stammkunden, an Kooperationspartner und wichtige Wegbegleiter. Möglich wurde dies durch die finanzielle Unterstützung des Vereins zur Förderung der Volkshochschule Schweinfurt vfv, wofür ich mich herzlich bedanke. Mit dieser Festschrift hat die vhs ein Dokument an der Hand, auf das sie und unsere Stadt noch lange zurückgreifen kann. Es handelt sich um eine abwechslungsreiche Sicht auf ein Dreivierteljahrhundert Entwicklung in der Erwachsenenbildung vor Ort und der Transformationsleistung einer Institution wie der vhs.

„Die Bayerische Verfassung widmete bereits 1946 der Erwachsenenbildung eine eigene Vorschrift. Artikel 139 lautet: „Die Erwachsenenbildung ist durch Volkshochschulen und sonstige mit öffentlichen Mitteln unterstützte Einrichtungen zu fördern.“ Die Bayerische Verfassung sieht Volkshochschulen als Einrichtungen an, die für die Bürger vor Ort da sein, die identitätsstiftend wirken und sich durch eine starke Verankerung in der Gesellschaft auszeichnen sollen. Die Volkshochschule ist damit nicht nur ein Ort der Bildung, sondern auch ein Ort der Begegnung und damit ein wichtiger Teil des Gemeinschaftslebens. Dass davon übrigens auch die Bayerische Verfassung ausgeht, ist am Standort des Artikel 139 erkennbar. Man findet ihn im Dritten Hauptteil der Verfassung – dieser heißt: „Das Gemeinschaftsleben“ (Peter Küspert, Präsident des Bayerischen Verfassungsgerichtshofs)

War das vhs-Gründungsdatum in Schweinfurt der 16. Juli, so startete die vhs Schweinfurt mit ihrem Bildungsprogramm erst im Herbst 1946. Vor Ihnen liegt nun das 151. vhs-Programmheft in der Geschichte der Volkshochschule Schweinfurt, unserem Ort der Bildung und Begegnung.

Meine Hoffnung geht dahin, dass dieses Semester wieder viele Kurse in Präsenz stattfinden können.



 

 


„Ohne unser Gestern würde ich mich nicht so auf morgen freuen“ - Johannes Oerding bringt es auf den Punkt: Erlebtes verarbeiten und annehmen, bedeutet Leben, Entwicklung und Vorfreude.

Nicht anders ergeht es uns allen derzeit beim Umgang mit der Pandemie, die nun mittlerweile seit 1,5 Jahren unser Leben und das vierte Semester in Folge bestimmt. Natürlich hegen wir alle die Hoffnung auf Normalität, selbstverständlich weckt ein inzidenzreduzierter Sommer die Lebensgeister, macht wieder kreativ, neugierig und hoffnungsfroh, gerade auch im Hinblick darauf, dass es im Winter wieder anders aussehen kann. Eine gewisse Routine stellt sich ein beim Umgang mit Verordnungen und Hygieneregeln.

Wenn man sich vorstellt, dass bei Gründung der Schweinfurter vhs im Jahr 1946 unser bundesdeutsches Grundgesetz noch gar nicht existierte und erst 1949 vom Parlamentarischen Rat beschlossen wurde, so ist unser Jubiläumsjahr Anlass mal genauer hinzuschauen.
Die Pandemie Covid 19 hat in der Bundesrepublik zu einer bisher nie dagewesenen Einschränkung der Grundrechte geführt. Welche Grundrechte habe ich als Bürger dieses Staates und wie weit dürfen meine Grundrechte eingeschränkt werden (1)? Unsere Würde ist unantastbar: wie würdevoll sind wir und welches Menschenbild wird in unserem Grundgesetz dargestellt? (2). Was sagt unser bundesdeutsches Grundgesetz zu gezielten Fehlinformationen und über bewusstes Verfälschen von Fakten (3)? Die im letzten Semester begonnene Minireihe zu „Demokratie im Gespräch“ wird mit diesen drei Seminaren fortgesetzt und durch Webtalks zu den Themen Antisemitismus im Netz und digitaler Wahlkampf ergänzt.
Genauso interessant wird es werden in diesem Zusammenhang über die Grundlagen der Praktischen Philosophie zu diskutieren: Freiheit-Moral-Verantwortung sind zentrale grundlegende Überzeugungen, auf denen unsere Vorstellungen vom richtigen Handeln basieren.

Zeitlich passend zu unserem 75jährigen Bestehen musste unsere vhs ihre Zertifizierung validieren lassen und siehe da, es hat geklappt. Es wurde uns bestätigt, dass wir gute Arbeit leisten, und es wurde uns aufgezeigt, wo die weiteren Potentiale liegen.
Unsere Festschrift liegt abholbereit und kostenfrei im Sekretariat. Gerne schicken wir Ihnen auch ein Exemplar zu. Eine interessante Rückschau für alle, die schon länger dabei sind oder uns kennenlernen möchten.

Aktuelle Informationen finden Sie immer auf unserer Homepage unter www.vhs-schweinfurt.de – auch was unsere Hygiene-Hinweise betrifft.
Bleiben wir gesund und flexibel!

Es grüßt Sie das Team der Volkshochschule und seine Leiterin
 

Ihr
Sebastian R e m e l é
Oberbürgermeister der Stadt Schweinfurt
  Ihre
Jutta   C i z e
Volkshochschule Schweinfurt  

Volkshochschule der Stadt Schweinfurt

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