Grußwort
Sebastian Remelé

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
verehrte Damen und Herren,

  Jutta Cize



Sehr geehrte Damen und Herren, Teilnehmerinnen und Teilnehmer der vhs (künftige und erprobte), geschätzte Kursleiterinnen und Kursleiter,


Jetzt im Frühjahr erarbeitet sich die Stadt Schweinfurt mit den entsprechenden Akteuren ein Kulturprofil, das bis zum Sommer fertig vorliegen wird. Wir versprechen uns eine bessere Vernetzung der Kulturakteure, nutzbare Synergieeffekte und eine Profilschärfung unserer Stadt als Kulturstandort.
Im Idealfall gelingt die Entfaltung eines gemeinsamen Verständnisses von kommunaler Kulturarbeit. Durch das Kulturprofil wird ein Rahmen beschrieben, in dem sich das lebendige künstlerische und kulturelle Leben innerhalb der Stadt Schweinfurt auch in Zukunft entwickeln kann: das Kulturprofil dient somit als Instrument für kulturpolitisches Handeln.

Unsere Volkshochschule ist ein wichtiger Teil der kommunalen Bildungs- und Kulturarbeit.
Volkshochschulen verhelfen Menschen zur Teilhabe in dreifacher Hinsicht: zum Erfolg durch die beruflich orientierte Weiterbildung, zur Zusammengehörigkeit durch integrativ-soziales Lernen und zum Glück durch Wissensangebote, die kulturelle Identität stiften und uns beheimaten. Die Beschäftigung mit Kunst und besonders eigenes künstlerisches Gestalten schult unsere Kreativität, die übrigens auch für den beruflichen Verwertungsprozess nicht unerheblich ist. Kunst und Kultur sind elementare Bestandteile von Persönlichkeitsentwicklung und Allgemeinbildung. Sie sind unverzichtbar für ein selbstgestaltetes, erfülltes und gelingendes Leben. Deshalb ist die kulturelle Bildung im bayerischen Gesetz zur Förderung der Erwachsenenbildung (EbFöG) mit dem Auftrag zur „Entfaltung schöpferischer Fähigkeiten“ verankert. (EbFöG v. 24.7.1974, Art. 1) und ein wichtiger Teil des vhs-Bildungsangebots.

Und so wundert es niemanden, dass just in diesem Semester eine Ausstellung zu sehen sein wird (Vernissage am 20.4.), die die Bilder von vhs-Teilnehmer/innen präsentiert, die seit 20 Jahren einen Malkurs bei Hayk Howanesjan besuchen.
Außerdem stellt eine Ägyptologin am 24.4. in der Rathausdiele dar, wieviel Ägypten bis heute in unserer europäischen Kultur "steckt" und wie das Alte Ägypten, dessen Kultur ja eigentlich vor über 2000 Jahren unterging, überhaupt zu uns nach Europa kam.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein kulturell reiches und bereicherndes Semester an unserer vhs.
 

 


wissen Sie, was hinter „Kintsugi“ steckt? Die Autorin Iris Macke beschreibt es so: „Es ist ein vergoldeter Neuanfang. „Kintsugi“ stammt aus Japan und heißt „Goldreparatur“. Wenn eine wertvolle Keramikschale in Scherben zerbricht, wird sie wieder zusammengefügt. Nicht ohne sichtbare Risse, das wäre ja unmöglich. Aber: die Bruchstellen werden nicht nur mit besonderem Kitt und Lack geflickt, sondern auch mit Goldstaub. So wirken die Brüche besonders kostbar, das ganze Gefäß ist neu und anders, es glänzt sogar. Jede wiederhergestellte Schale zeigt: ich bin gebrochen, an verschiedenen Stellen. Ich habe vieles überstanden. Es hat Mühe und Zeit gekostet, wieder ganz zu werden, wieder neu gefüllt werden zu können. Aber genau das macht mich einzigartig.“

Und was hat das jetzt mit Volkshochschule zu tun? Nun, Individualisten sind wir alle. Unsere Biografien sind bunt, rund, manchmal brüchig und immer kostbar. Wir alle sind einzigartig mit unseren Lebensnarben und Rissen. Und um im Bild von „Kintsugi“ zu bleiben: Kitt und Lack variieren von Mensch zu Mensch und die Art der „Goldreparatur“ beeinflusst das Leben an sich.

Menschen nehmen unterschiedlich ihr Leben an, verarbeiten Lebensbrüche und Herausforderungen individuell. Diese Vielfalt von Menschen trifft in unseren vhs-Veranstaltungen zusammen.

In Volkshochschulen finden sich die unterschiedlichsten Menschen zu den unterschiedlichsten Themen. Sie erfahren zusammen Neues, sie tauschen sich aus und lernen sich in ihrer Einmaligkeit schätzen. Wir sind eine Volkshochschul-Gemeinschaft, die sich aus vielen einzigartigen Individualisten zusammensetzt und deshalb auch etwas Einmaliges ist.

Und noch etwas macht vhs-Erwachsenenbildung aus: wir setzen einen Bildungsangebotsrahmen, in dem Lernende selbst über ihre Lernwege entscheiden und ihren Lernprozess steuern. Damit werden Menschen zur Teilhabe an gesellschaftlichen Prozessen befähigt.
Vhs gibt Orientierung, fördert Urteilsbildung und regt an zu aktivem verantwortungsvollem Handeln.

Einen vergoldeten Neuanfang ganz im Sinne von „Kintsugi“ wünscht Ihnen das Team der vhs und seine Leiterin
 

Ihr
Sebastian R e m e l é
Oberbürgermeister der Stadt Schweinfurt
  Ihre
Jutta   C i z e
Leiterin der Volkshochschule  

Volkshochschule der Stadt Schweinfurt

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