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„Die DDR in der Erinnerungskultur"


Kursnummer A12105
Beginn Mo., 04.03.2024, 08:00 - 18:00 Uhr
Kursgebühr 0,00 €
Dauer 95 Termine
Kursleitung N. N.
Kursort Zu diesem Kurs sind keine Orte verfügbar.
Freie Plätze 199
Eine Ausstellung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur von Ulrich Mählert und Stefan Wolle

Die Ausstellung „ Die DDR in der Erinnerungskultur” erzählt vom Umgang mit der Geschichte der SED-Diktatur und der staatlichen Teilung seit dem Ende der DDR. Die 20 Tafeln umfassende Schau ist ein Beitrag zum Erinnerungsjahr 2024, in dem die doppelte deutsche Staatsgründung 75 und die Friedliche Revolution 35 Jahre zurückliegen.
Seit ihrem Ende wird die DDR akribisch archiviert, in unzähligen Büchern analysiert, in Ausstellungen musealisiert, auf Podien diskutiert, in Filmen und Theaterstücken neu inszeniert, in Lehrpläne integriert und bei Familienfeiern immer wieder aufs Neue referiert. All dies ist Teil der Aufarbeitung der SED-Diktatur, die bis heute nicht abgeschlossen ist. In den ersten Jahren nach der Wiedervereinigung war die Vergangenheit der deutschen Teilung allgegenwärtig. Bis dahin streng geheime Archive wurden herangezogen, um erlittenes Leid zu dokumentieren, Schuld oder Unschuld zu beweisen, die eigene Politik zu legitimieren oder den politischen Gegner zu diskreditieren. Damals wurden Worte neu gebildet oder geprägt, die bis heute Emotionen wecken, wie etwa Evaluation und Abwicklung, Rehabilitierung und Restitution, gaucken, Treuhand, Wendehals, Seilschaft, Jammerossi oder Besserwessi. Geschichte konnte Freud und Leid zugleich bedeuten, etwa wenn ein Wohnhaus oder ein Gartengrundstück wieder den ehemaligen Eigentümern zugesprochen wurde, die von der SED in den Westen vertrieben worden waren. In den 1990er Jahren wurden in Ostdeutschland unzählige Straßen umbenannt. Die meisten Denkmäler und Kunstwerke, die an den untergegangenen Staatssozialismus erinnerten, wurden aus dem öffentlichen Raum entfernt. Während eine wachsende Zahl von Gedenkstätten und -zeichen, Straßen und Plätzen an Opposition und Widerstand sowie an die Opfer der Diktatur erinnert, zieren die Symbole der DDR bis heute so manche Datsche, werden trotzig auf Demonstrationen gezeigt oder zur Verkaufsförderung auf Lebensmittelkonserven gedruckt.
Über den Ort der DDR in der Geschichte von Demokratie und Diktatur in Deutschland wird nach wie vor gestritten. Erst langsam entwickelt sich ein Bewusstsein dafür, dass die vergangene Zeit der Zweistaatlichkeit die gemeinsame Geschichte aller in Deutschland lebenden Menschen ist.
Jede Tafel enthält einen Ausstellungstext von Ulrich Mählert und Stefan Wolle, sechs Fotos oder Faksimiles sowie einen QR-Code, der auf audiovisuelle Begleitmaterialien im Internet verweist. 

Die Ausstellung ist in den Gängen der Volkshochschule - Schultesstr. 19b im dritten Stockwerk vorerst dauerhaft zu sehen und wird in Kooperation von Volkshochschule und Stadtarchiv in Schweinfurt gezeigt. Eintritt ist frei.

Bitte Kursinfo beachten


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Volkshochschule der Stadt Schweinfurt

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09721 - 515444
09721 - 515445
vhs@schweinfurt.de
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